Hochzeit oder „Wollt Ihr die Kinder annehmen, die Gott Euch schenkt?“

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Am Wochenende war ich auf einer sagenhaft schönen Hochzeit. Sie begann mit einer katholischen Trauung und der Pfarrer fragte das Brautpaar – einen nach dem anderen – wie üblich, ob sie gewillt seien, die Kinder anzunehmen, die Gott ihnen in der Ehe schenke. Um es gleich zu sagen: Natürlich haben die beiden „ja“ gesagt.

 

Ich sitze in der Kirchenbank, bin erfasst von der Schönheit der Klosterkirche und der Fröhlichkeit der modernen Kirchenlieder und lausche andächtig der Trauzeremonie. Meine Gedanken sind auch bei meiner eigenen Hochzeit. Und dann kommt sie, diese Frage.

Ich erwische mich dabei, dass ich denke, dass nicht jeder Ehe Kinder geschenkt werden. Dazu sagt die Kirche kein Wort. Dann denke ich, dass die Kirche das auch nicht muss, denn schließlich lautet die Frage ja „nur“, ob man sie annähme, wenn die Kinder denn kämen.

Während dieser Trauung merke ich, dass ich mich damit, dass wir ebenfalls mal mit „ja“ geantwortet haben und dennoch bis heute das Versprechen nicht einlösen konnten, mir mittlerweile nur noch kurz weh tut. Und ich mich dann wieder dem Leben in der Fülle (der Hochzeit) zuwenden kann und denke: Ja, ich wünsche diesem Paar von Herzen, dass der liebe Gott ihnen diesen Wunsch erfüllt – so sie ihn denn haben. Und das ich Ihnen vor Allem eine starke Ehe voller glücklicher, zufriedener, dankbarer gemeinsamer Momente wünsche.

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