Weihnachtsgeschenke. Einkaufen 2.0?

Online Weihnachtsgeschenke einzukaufen hat viele Vorteile. Man kann zu Hause im Warmen sitzen. Man muss sich nicht schick machen. Man hat die Welt und seine Angebote quasi als Galerie zu Hause. Aber ist es wirklich das, was wir wollen? Klar, es ist bequem. Angebote sind verfügbar – oder wir können zügig erkennen, dass das ggf. auch mal nicht der Fall ist. Aber online shoppen ist schnell. Und Schnelligkeit ist in diesen hektischen (Weihnachts-) Zeiten ein Entscheidungskriterium, das nicht weg zu argumentieren ist. Aber noch mal: Ist es wirklich das, was wir wollen?

War es nicht schön? Früher. Als wir endlich (und meistens mehrfach) in die Stadt fuhren, nachdem wir uns zu Hause nach langen, intensiven Gedanken eine Shoppingliste mit Geschenkideen geschrieben hatten und uns – eingemummelt in Daunenmantel, bestückt mit Handschuhen, Schaal und Mütze – durch die Massen quälten; leidend durch die Hitzeschleusen in großen Kaufhäusern uns der Winterkleidung entledigten? Ja, „Weihnachten wird unter’m Baum entschieden“ wie uns die Werbung gerade lehrt. Aber ist damit gemeint, dass jemand nur schnell-schnell ein Geschenk gekauft hat. Oder meinen wir damit den eigentlichen Geist der Weihnacht, uns einzusetzen, damit wir jemandem, der uns etwas bedeutet, eine Freude machen können – ganz unabhängig vom monetären Wert des Geschenks?! Ich weiss, das geht auch, wenn man die Geschenke online einkauft. Aber es geht auch anders.

Ich bin ein Kind des Internets; ich beschäftige mich quasiTag und Nacht mit den Fragen rund um Freiheit und Fairness im Netz. Aber bei manchen Dingen möchte ich das Gute bewahren und mich nur eingeschränkt auf Neues einlassen. Auch ich habe vor Weihnachten kaum Zeit. Auch ich bin müde und nicht sicher, all‘ das, das ich unbedingt in diesem Jahr erledigen wollte und noch immer auf meiner To Do Liste steht, noch vor dem 31. Dezember zu schaffen. Aber eines lasse ich mir nicht nehmen: Mir Gedanken um die Lieben zu machen und darum, was ihnen eine wirkliche Freude sein könnte und dann danach Ausschau zu halten; auch auf die Gefahr hin, dass ich in viele Geschäfte gehen muss. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich vom vielen heiss-kalt-heiss Klima erkälte. Auch auf die Gefahr hin, dass ich genervt bin von den vielen Menschen in den Einkaufsstrassen.

# Ich will, dass der Wert der Weihnacht Bestand hat. Ich will die Nächstenliebe. Ich will erleichtert nach einer Geschenksuche am Glühweinstand stehen und mich der gefüllten Einkaufstaschen erfreuen und mir ausmalen, wie ich sie am Weihnachtstag überreiche. Das muss nicht schnell-schnell gehen – sondern mit wahrer Empathie und Interesse an den Mitmenschen geschehen. Ich will mir die Zeit nehmen, diese alten Traditionen zu erhalten. Denn: Manchmal war früher eben doch alles besser.

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Über notizleben.

Privat. Coaching. Politik. Drama. Pink. Das Leben vergeht, während wir Notizen auf pinke PostIts schreiben.

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