Flow. Oder: Was habe ich davon?

„Flow (engl. fließen, rinnen, strömen) bezeichnet das Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit, auf Deutsch in etwa Schaffens- oder Tätigkeitsrausch, Funktionslust. […] Heute wird sie auch für rein geistige Aktivitäten in Anspruch genommen. Flow kann entstehen bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens, im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile). Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell. […] Der Zustand, der beim Flow erreicht wird, entspricht der kardialen Kohärenz, einer optimalen Synchronisation von Herzschlag, Atmung und Blutdruck (siehe auch Respiratorische Sinusarrhythmie). In diesem Zustand besteht völlige Harmonie zwischen dem limbischen System, das die Emotionen steuert, und dem kortikalen System/Neocortex, dem der Sitz für Bewusstsein und Verstand zugeordnet wird. Der Flowzustand entspricht einem Zustand optimaler Anpassung/Resonanz der inneren Anteile und der Umwelt und lässt sich quantitativ erfassen und beschreiben über die Messung der Herzfrequenzvariabilität (eng. Heart rate variability HRV). Die Messung der HRV bietet eine messbare, biologische Bezugsgröße für Stresstoleranz und Funktionstüchtigkeit.“
[das alles sagt Wikipedia zu „Flow“]

Aha. Toll.
Was habe ich davon? Im Ernst: Eine ganze Menge.

1. Die Aktivität hat deutliche Ziele. Die Aktivität hat unmittelbare Rückmeldung.Die Tätigkeit hat ihre Zielsetzung bei sich selbst.
2. Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.
3. Anforderung und Fähigkeit stehen im ausgewogenen Verhältnis, so dass keine Langeweile oder Überforderung entsteht.
4. Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.
5. Mühelosigkeit / Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden.
6. Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert.
7. Handlung und Bewusstsein verschmelzen.

Wenn wir im Flow sind, sind wir also eins mit dem was wir tun. Wir sind im Spektrum dessen, was in der Lage sind, zu tun. Wir bewegen uns also innerhalb des Maßes an Anforderung, das keine Überforderung ist und uns vor Langeweile schützt.
Eigentlich doch eine gute Sache. Eigentlich doch eine Sache, die uns glücklich macht. Warum ist es dann also so schwer, konstant „im Flow“ zu sein? Weil wir Menschen sind. Wir sind Menschen und haben als solche gute und weniger gute (und manchmal sogar richtig schlechte) Tage. Und nicht immer widmen wir unsere kostbare Zeit den Dingen, die uns den Flow ermöglichen. Das alles macht aber nichts. Vor allem so lange nicht, wie wir die Absicht „im Flow“ sein zu wollen, klar und greifbar vor uns inszenieren können. Vor allem so lange nicht, wie wir uns des Ziels bewusst sind und uns immer wieder selbst motivieren, auf diese Zielebene zu kommen.

# Also noch mal: Was habe ich davon? Harmonie. Kontrolle. Mühelosigkeit. Lohnt sich also, sich zu überlegen, was den eigenen Flow bedingen könnte; wann man im guten Verhältnis zwischen Anforderung und Überforderung ist. Oder?!

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Über notizleben.

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